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Dienstag, 07. April 2020

Blogger ABC: Lohnt sich das Erstellen eines eigenen Blogs?

Seit den ersten Blogging-Plattformen ist die weltweite Blogger-Szene stetig am Wachsen, in Deutschland stagnieren die Zahlen jedoch seit einiger Zeit. Die meisten Blogs sind englischprachig und stammen aus den USA; dort gelang es schon so manchem Blogger monatlich fünfstellige Einnahmen zu erzielen. Blogs fungieren also längst nicht mehr nur als Austauschs-Plattform, sondern auch als Einnahmequelle.

Die Anzahl der weltweit verfügbaren Blogs stieg zwischen 2006 und 2011 von etwa 35,8 Millionen auf ganze 173 Millionen an. Und auch wenn sich die Anzahl der deutschen Blogs in den letzten Jahren nicht sonderlich verändert hat, hat sich doch an ihrem Ansehen einiges getan. Lange wurden sie von der breiten Masse als überflüssig angesehen, aber auch die Erfolgsgeschichte von geistreich78 zeigt, dass die deutsche Blogger-Szene immer mehr an Bedeutung gewinnt. So startete geistreich78 im November 2012 als persönliches Blog und konnte innerhalb eines Jahres zum Magazin heranwachsen. Auch die positive Besucherentwicklung und Traffic zeigen, dass auch ein deutsches Blog heutzutage nicht mehr zu unterschätzen ist.

Mittlerweile gelingt es einigen deutschen Bloggern sich professionell zu vermarkten und Einnahmen im vier- bis fünfstelligen Bereich zu verzeichnen. Auch einige Unternehmen sind durchaus in der Lage mit ihrem Blog für sich zu werben. Dadurch wird auch das Interesse von immer mehr PR-Leuten geweckt. So kooperieren einige Unternehmen, zum Beispiel große Modeketten, mit entsprechenden Blogs und lassen von Bloggern ihre Ware testen und darüber berichten.

Rankseller befragte 2344 Blogger zu ihren Blogs, woraus schließlich diese Infografik entstand. Hierbei gaben 71% der Befragten an, mit ihren Blogs Einnahmen im Bereich von 0 bis 300 Euro zu verdienen. 71% sehen für die Zukunft eine größere Bedeutung von Blogs in den Medien. 66,8% der Blog-Betreiber konnten bereits bei verschiedenen Unternehmen das Interesse zur Kooperation wecken.

Wie erstellt man sein eigenes Blog?

Ein eigenes Blog ins Leben zu rufen ist heute relativ leicht. Häufig werden entsprechende Plattformen genutzt, beispielsweise Blogspot. Jedoch bieten diese Plattformen nicht viel Gestaltungsfreiheit, und so sehen sich viele der Ergebnisse recht ähnlich. Ein erfolgreiches Blog sollte jedoch vor allem individuell sein und aus der breiten Masse herausstechen. Deshalb lohnt es sich durchaus etwas mehr Arbeit und ein wenig Kleingeld zu investieren. Programmierkenntnisse sind trotzdem nicht unbedingt notwendig, denn auch für Laien einfach zu bedienende Homepage-Vorlagen, die sich auch für einen Blog eignen, werden durchaus angeboten. Neben einem gelungenen Design sollte das Blog unbedingt einzigartigen Inhalt bieten und idealerweise regelmäßige Beiträge veröffentlichen. Vor allem Ratgeber- und Tipp-Portale haben sich als beliebte Inhalte für Blogs herausgestellt.

Es kann sich also durchaus auch hierzulande lohnen einen Blog zu veröffentlichen. Wer damit erfolgreich sein möchte, sollte sich jedoch bewusst machen, dass dies viel Arbeit und auch einige Investitionen in Anspruch nimmt. Und letztlich sollte man sich stets im Klaren sein: Nur wer Spaß an der Sache selbst hat, wird mit seinem Blog auch erfolgreich sein können.

Lesen Sie auch unseren Blogger ABC Artikel der letzten Woche: Grafikformate für Web-Seiten

Letzte Änderung: 2018-11-03

Stefan Hoffmeister
Stefan Hoffmeisterhttps://geistreich78.cody.work
Stefan Hoffmeister arbeitet in den Bereichen Marketing und Fund Raising für Hour of Power, mit Bobby Schuller. Er ist Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen (IHK) und Social Media Manager (ILS). Seit Herbst 2012 bloggt er hier auf geistreich78.info.

2 Kommentare

  1. Hi Stefan,
    schöner Artikel wie ich finde und ich bin als alter Hase im Blogging auch der Ansicht, dass es sich nach wie vor lohnt, ein eigenes Blog zu betreiben. Es muss nicht mal das Geld im Vordergrund stehen, was eh immer falsch ist. Es lohnt sich zu bloggen, weil man dadurch ein kleines Netzwerk unter Gleichgesinnten aufbauen und bekannt machen kann. Die Vernetzung wird gefördert und man tauscht sich über die gemeinsamen Themen aus. Die Vermarktung des eigenen Blogs kann schon einen Platz einnehmen, soll aber nicht im Vordergrund sein.

    Spass am Schreiben und dem Vernetzen sollen die Grundlage eines jeden Bloggers sein, ansonsten geht das Ganze flöten und man wird nie nie ein dauerhaftes Blog betreiben zu können. Das habe ich in diesen 7 Jahren meines Blogger-Alltags gelernt und weiche nicht von meiner Strategie.

    • Ja, Alex. Das stimmt. Der Aufbau eines Netzwerke ist einer der schönen Nebeneffekte. Zum Erfolg gehören einfach verschiedene Bausteine: Online / Offline Netzwerk, Vermarktung, interessante Artikel / Content und vieles mehr…

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